Herzliche Einladung
Sonntag, 08. März 2009 – 19.00 Uhr
Orsoyer Kirche
Lebensseiten – Lebenszeiten
Pfarrer Uwe Klein
Egerstraße 13
47495 Rheinberg
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Fon: 02844 / 27 64
Fax: 02844 / 90 32 54
Mobil: 0151 / 54 660 886
eMail: uwe.klein@kirche-orsoy.de
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Übrigens:
Als kleine Gemeinde sind wir natürlich froh über jede Unterstützung! Denn die können wir wirklich gut gebrauchen. Ich darf mich dafür recht herzlich bedanken!
Ich schrecke aus dem Schlaf hoch, als mein DME, mein digitaler Meldeempfänger, losgeht. Ein Blick auf die Uhr zeigt: 1.20 Uhr. Im Display lese ich: Einsatz Notfallseelsorge LR Feu PersiGef Repelen Lintforter Straße Sosi oder auf Deutsch: Einsatz Notfallseelsorge Linke Rheinseite – Feuer – Person in Gefahr – Repelen – Lintforter Straße – Sondersignalerlaubnis.
Eine solche Meldung ist ein Alptraum. Eine Minute später erreicht mich der Anruf der Kreisleitstelle über Handy. „Es sind möglicherweise Menschen im Haus, die es nicht geschafft haben, auch Kinder.“ Spätestens jetzt weiß ich: Ich brauche Hilfe. Noch während der Fahrt zum Einsatzort rufe ich meine Kollegen an: Kurt Heyser, Andre Carouge, Bernhard Ludwig.
Von einem Polizisten werde ich an dem Flammenherd vorbei geführt. Dichte Rauch- und Qualmschwaden machen mir selbst auf der Straße das Atmen schwer. Überall sehe ich Polizei und Feuerwehrleute im Einsatz, aber auch Menschen, die betroffen oder aus Neugierde dort stehen oder gar mit Kameras das Schreckliche festhalten.
Mit meinen Kollegen sprechen wir uns ab. Ich gehe zu dem verletzten Vater. Der Krankenwagen bringt uns in ein nahegelegenes Krankenhaus. Nach den Untersuchungen beginnt die lange, quälende Zeit des Wartens. Wer hat es geschafft? Hat es überhaupt einer geschafft? Wieso konnte das geschehen? Warum hat Gott das zugelassen? Wie geht es den anderen Familienmitgliedern?
In den frühen Morgenstunden überbringt die Kriminalpolizei die entsetzliche Nachricht, dass sowohl die Frau wie auch die Kinder den Brand nicht überlebt haben. Irgendwie wussten es alle von Beginn an. Das verwüstende Bild der Flammen und der Schwaden sprach von Anfang an gegen jede Chance, noch jemanden lebend aus dem Haus zu bergen.
In Repelen brauchten Menschen egal welcher Konfession oder Nationalität, Sprache oder Hautfarbe Hilfe. Notfallseelsorge konnte in dieser Krise Menschen zur Seite stehen. Sie konnte sicherlich nicht ungeschehen machen, aber sie war da.
Es warten noch viele Folgeaufgaben, die mit der Einsatznachsorge zu tun haben. Feuerwehr oder Polizeibeamte müssen dabei ebenso im Blick gehalten werden wie unbeteiligte Dritte oder gar Kinder, die Kontakt zur Familie hatten und nun gar nicht verstehen können, was hier passiert ist. Eine erhebliche Menge an Tränen und Traurigkeiten bleibt aufzuarbeiten.
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