Musikliebhaber, die die leisen Klänge und melancholischen Melodien den schnellen Takten der heutigen Musik vorziehen, sei der 14. Juni ans Herz gelegt. An diesem Tag gibt der berühmte Panflötenvirtuose Constantin Motoi um 19.00 Uhr ein Konzert in der Evangelische Kirche zu Orsoy.
In einem kurzen Interview haben wir den Künstler gefragt, was uns an diesem Abend erwartet. „Wunderschöne Musik“ hat er geantwortet und dann weiter ausgeführt „Sie kennen doch das Stück ‚El Condor pasa’ – der Kondor zieht vorbei. Eine alte Volksweise aus Peru, gespielt auf einem noch älteren Instrument, meinem Instrument, der Panflöte. Diese Melodie lädt zum Träumen ein. Mit etwas Phantasie können Sie eins werden mit diesem majestätischen Vogel, und ihn so auf seinem Flug über die Berge und Täler der Anden begleiten.“ Das Geheimnis dieses Stückes sei seine Einfachheit bemerkte der Musiker, wie Einfachheit übrigens oft der Schlüssel zu Überragendem sei. Schuberts „Ständchen“, oder die Melodie des „Vogelfängers“ in Mozarts Zauberflöte seien Beispiele dafür (und mit einem Augenzwinkern führte er an, dass auch die einfache und herzhafte Küche in diese Kategorie falle). In seiner rumänischen Heimat, die auch die Heimat der europäischen Panflöte sei, kenne man eine Vielzahl solcher Stücke, erklärte er dann. Als Beispiel nannte er alte Hirtenweisen, die seit Jahrhunderten in den Bergen und Tälern der Karpaten zu hören seien. Die schönsten Stücke werde er auf seinem Konzert vortragen und so die Zuhörer auf eine Reise in die schon genannten Karpaten, das mystische Transsilvanien oder die Straßen von Bukarest mitnehmen. Aber auch klassische Stücke von Bach oder Händel gehörten zum Programm. Zum Schluss kam der Künstler dann auf seinen Lehrmeister Gheorghe Zamfir zu sprechen, und wir erfuhren von seinem Verdienst um die Panflöte. Fasziniert von diesem Instrument sei der junge Zamfir, wie einst die Gebrüder Grimm, von Dorf zu Dorf gezogen, habe altes Liedgut gesammelt, und sich von den alten Meistern unterrichten lassen. Auf diese Weise habe er nicht nur alte Volksweisen vor dem Untergang bewahrt, sondern auch einen unschätzbaren Beitrag zur kulturellen Identität seiner Heimat geleistet.
Karten für diese musikalische Reise gibt bei Herrn Pfarrer Uwe Klein sowie bei Lotto Totto Peters und Radio Komossa.

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