Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
liebe Gemeindeglieder
der Evangelischen Kirchengemeinde Orsoy
Das Jahr 2009 neigt sich unweigerlich seinem Ende zu, und die Advents- und Weihnachtszeit steht unmittelbar vor der Haustüre. Spätestens jetzt ist es wieder einmal Zeit für mich, einen Blick nach hinten zu werfen und auf Zurückliegendes zu blicken.
Es ist wirklich eine Freude zu sehen, wie viele Menschen sich in der Kirchengemeinde Orsoy engagieren und sich hier allem Anschein nach mehr als zu Hause fühlen. Es ist eine Freude zu sehen, wie reichhaltig das Angebot in unserer Kirchengemeinde für Gruppen und Kreise ist und auch wahrgenommen wird. Es gibt die unterschiedlichsten Kreise, die ich an dieser Stelle mit Dankbarkeit und auch einer großen Portion Stolz nennen möchte. Da sind der Babytreff, die Mutter-Kind-Gruppen, die musikalische Früherziehung, die Erzieherinnen des Kindergartens, der Kirchen- und der Posaunenchor, die Organistin, der EWK, der Freundeskreis, die Frauenhilfe, der Grüne Kreis, die Handarbeitsgruppe, der Internetarbeitskreis, der Computerkurs für Senioren, die Kita-Väter, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des ökumenischen Bibelkreises, der Tanzkreis der Frauenhilfe, die Jugendmitarbeiter bei Jungschar, Kindergottesdienst, Mädchentreff und den Tanzgruppen und, um sie nicht zu vergessen, unser Küsterehepaar und das Presbyterium. Wenn ich mir das so alles vor Augen halte, dann werde ich richtig frohgemut und blicke voll guter Hoffnung in die Zukunft.
Für alle Arbeit und Mühe, für alle Liebe und Vorbereitung, für alle Unterstützung und Einsatz in der Evangelischen Kirchengemeinde Orsoy sage ich jeder einzelnen Mitarbeiterin, jedem einzelnen Mitarbeiter von Herzen und aufrichtig Danke! Allein könnte ich diese Arbeit nicht im Ansatz leisten. Gemeinde lebt ganz entscheidend durch ehrenamtliche Mitarbeit, durch Engagement und Identifikation. Gemeinde lebt durch Euch, durch Eure Mitarbeit.
Ein herausragendes Moment unserer Gemeindearbeit, das uns sicherlich noch in den nächsten Jahren begleiten wird, ist die Kirchbausanierung. Wer hätte gedacht, dass wir nach knapp drei Jahren Planung und langen Vorgesprächen im Presbyterium wie im Verein über 505.000 € für den ersten Bauabschnitt zusammen bekommen würden?! Das ist auch Euer Verdienst! Auch hier sage ich noch einmal herzlich Danke, denn das Projekt lebt und gedeiht durch Eure Hilfe und Mitarbeit. Sicher, Gott muss schon seinen Segen dazu geben. Ohne seinen Segen ist alle unsere Arbeit vergebens. Aber zum Glück dürfen wir um diesen Segen Gottes immer wieder neu beten und bitten.
Auch das ist ein Punkt, den ich zum Ausgang dieses Jahres zu benennen nicht vergessen möchte. Ich freue mich jeden Sonntag über einen wirklich guten Gottesdienstbesuch. Das ist nicht selbstverständlich. Ich freue mich über jeden einzelnen, der allsonntäglich kommt und auf Gottes Wort hören möchte, sei es im Erwachsenen- oder im Kindergottesdienst.
Im Jahr 2009 haben wir in Gottesdiensten Freud wie Leid bedacht und vor Gott gebracht. Viele Menschen, die uns im vergangenen Jahr noch begegnet waren, hat der Tod ereilt und wir vermissen sie schmerzlich. Gut, dass wir Freud wie Leid im Gebet, im Gottesdienst, zu Hause allein oder in der Gemeinschaft der Gemeinde vor Gott bringen dürfen. Gut, dass wir aufeinander achten und nicht teilnahmslos am Nächsten vorübergehen. Auch dafür sage ich herzlich Danke.
Gut, dass wir uns miteinander und aneinander freuen dürfen bei Taufen und Trauungen, die übrigens in diesem Jahr erfreulich stark zugenommen haben. Es ist wirklich schön zu sehen, dass die Liebe von Menschen durch Gottes Segen reiche Frucht trägt.
Es ist schön, dass wir das Weihnachtsfest 2009 noch einmal in „unserer“ Kirche feiern können. Im Februar/März 2010 werden wir aus unserer Kirche „ausziehen“ müssen und das erst einmal auf unbestimmte Zeit. Das ist nicht leicht und geht selbst mir, bei aller Einsicht in die Notwendigkeit, an die Nieren. Denn in „meiner“ Kirche bete ich zu Gott und vertraue mich ihm an. Nun soll ich in einer anderen Kirche beten. Das ist nicht unbedingt leicht. Wir werden uns an einen neuen Raum, an eine geänderte Gottesdienstzeit und an manch Anderes gewöhnen müssen. Aber ich bin sicher, als Gemeinde Jesu schaffen wir das.
Lasst mich das noch sagen: Ich bin der katholischen Gemeinde, vor allem meinem Kollegen Wolfgang Schmitz, für die ökumenische Freundschaft von Herzen dankbar. Das ist schon etwas: Wir dürfen in der katholischen Kirche unseren evangelischen Gottesdienst feiern. Herzlichen Dank, liebe katholische Schwestern und Brüder.
Zum Abschluss wünsche ich uns allen, evangelischen wie katholischen Christen, ein recht frohes und gesegnetes Weihnachtsfest, viel Gesundheit und Freude, aber auch einen guten und ebenso gesegneten Übergang ins Neue Jahr.
Herzliche Grüße
Euer
Uwe Klein
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