Am kommenden Sonntag ist im Gottesdienst “Tauferinnerung” angesagt. Familien haben im vergangenen Jahr Kinder zur Taufe gebracht. Erwachsene haben sich taufen lassen.
Nun ist es ein Jahr danach. Was ist aus den Familien geworden, aus den Erwachsenen, die sich entschlossen haben, zur Taufe zu gehen? Ich freue mich, dass einige der Familien sich gemeldet haben und bereit sind, am kommenden Sonntag mit dabei zu sein. Denn die Taufe ist schon eine ganz besondere Sache in der evangelischen Kirche, aber auch in der katholischen. Wir rechnen sie mit dem Abendmahl zu den beiden Sakramenten.
In der evangelischen Kirche gibt es eben diese zwei, in der katholischen Kirche kennt man gleich 7 Sakramente.
Getauft werden Kinder wie Erwachsene in der Kirche nicht aus Spaß oder Zeitvertreib, sondern auf Grund eines ganz klar umrissenen Auftrages unseres Herrn Jesus Christus. Der sagt nämlich im Evangelium im letzten Kapitel bei Matthäus (28,18, ff): ”Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. (19)Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes (20)und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.”
Taufe heißt: Gott schützt und segnet Dich. Er geht mit dir in all die Zeiten, die auf dich warten. Taufe ist kein Persilschein, dass wir allen Gefahren oder Missgeschicken enthoben wären. Taufe bedeutet aber sehr wohl dieses Versprechen Gottes, wie es Jesaja einmal im Auftrage Gottes gesagt hat: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!
(2)Wenn du durch Wasser gehst, will ich bei dir sein, daß dich die Ströme nicht ersäufen sollen; und wenn du ins Feuer gehst, sollst du nicht brennen, und die Flamme soll dich nicht versengen. (Jesaja 43,1).
So freue ich mich nun, dass ich die Tauffamilien des vergangenen Jahres im Gottesdienst wiedersehe und nachmittags bei mir im Pastorat zum gemütlichen Beisammensein noch einmal begrüßen darf. Wenn ich dieses zweite Bild sehe, denke ich daran wie ich einmal einem Kind erlaubt habe, eine solche Kanne mit Wasser vorsichtig ins Taufbecken zu schütten. “Platsch – Kawumm” – mit einem kräftigen Schwub war die ganze Kanne leer. Und ich war “getauft”.
Ich freue mich über viele Gottesdienstbesucher/innen, die diesen besonderen Sonntag miterleben wollen
Ihr Pastor Uwe Klein
Letzte Kommentare