Ostern 2011
Die Osterzeit beginnt mit dem Ostermorgen und endet 50 Tage später mit Pfingsten. Diese Zeitspanne wurde schon von den Juden beobachtet, das Fest Pentekost (griechisch = der “Fünfzigste”) wird auch vom Volk Israel gefeiert. Die Christen übernahmen diese Zeitspanne als besondere Festzeit bereits im 2. Jahrhundert, vielleicht sogar früher (dass das Osterfest selbst schon in der frühesten Christenheit gefeiert wurde, belegt 1. Kor 5, 7-8). In dieser Zeit der 50 Tage wurde zunächst besonders die Überwindung des Todes, den Christus am Kreuz erlitt, zum Gegenstand der Betrachtung gemacht. Später verlor die Betrachtung des Todes immer mehr an Bedeutung, und die Zeit wurde mehr und mehr zum Fest der Erhöhung Christi, also eigentlich seiner Himmelfahrt, umgewandelt.
Diese Zeit ist in zwei Abschnitte gegliedert. Zunächst befaßt sie sich mit dem Wirken Gottes an uns durch Jesus Christus (bis Jubilate), und dann erfolgt die Antwort der Gemeinde auf dieses Wirken (Kantate und Rogate). Nach 40 Tagen (zur Symbolik der Nummer 40 siehe die Fastenzeit) ereignet sich Christi Himmelfahrt, wonach die Gemeinde in baldiger Erwartung seiner Wiederkunft verharrt. Die liturgische Farbe in der Osterzeit ist Weiß, die Farbe des Lichtes.
Was zu Ostern letztlich genau geschah, entzieht sich unserer Erkenntnis. Das bleibt allein Gott vorbehalten. Nur was sich unzweifelhaft feststellen lässt, ist in diesem Bild trefflich festgehalten: Menschen sind mit einem Mal nach der Niederlage des Kreuzes von einer Freude “gepackt” wie sie wohl niemand erwartet hat. Gott hat Jesus von den Toten auferweckt. Das steht fortan für diesen Ostertag. Und so wie Gott seinen Sohn vom Tode erlöst hat, so soll auch mir seine Liebe und Gnade gelten und auch ich vom Tode durch Jesu Kreuz und Auferstehung befreit sein. Wie das aussieht? Wie das vonstatten geht? Ich weiß es nicht! Und das ist mir eigentlich auch völlig gleich! Mir ist wichtig: Ich bin in Gottes Liebe gehalten und getragen und ich vertraue mit allem, was mich ausmacht, der Liebe Gottes, die stärker ist als der Tod! Das setzt mich in Bewegung, macht mich handeln und lässt mich nicht verzweifeln oder die Hände in den Schoß legen. Ostern ist für mich mein Antriebsmotor. Und deshalb
Von daher Euch allen ein frohes und gesegnetes Osterfest. Gott befohlen und bis zum nächsten Gottesdienst. Ich freue mich, Euch demnächst dort nach den Osterferien begrüßen zu dürfen! — Ja, echt. Nicht nur so daher gesagt. Ich freue mich auf Euch!
Euer Pastor Uwe Klein
Seite drucken


Kommentare