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Bild vom Isenheimer Altar

Wir schaffen diesen kirchlichen Feiertag ab und benennen ihn neu: “Evolutionstag”!

Dafür wirbt jedenfalls die humanistische  ”Giodarno-Bruno-Stifung.”  – Bevor wir jetzt innerlich an die Decke gehen: Würde uns der Feiertag wirklich fehlen; mal abgesehen davon, dass wir aus diesem kirchlichen Feiertag aus lauter Verlegenheit den “Vatertag” gemacht haben? Ginge uns mit diesem Feiertag wirklich was verloren? Oder anders: Was bedeutet uns ganz persönlich Christi Himmelfahrt?!
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Ostern

Ihnen allen, liebe Leserinnen und Lesern, ein gesegnetes Osterfest

Die Osterzeit beginnt mit dem Ostermorgen und endet 50 Tage später mit Pfingsten. Diese Zeitspanne wurde schon von den Juden beobachtet, das Fest Pentekost (griechisch = der “Fünfzigste”) wird auch vom Volk Israel gefeiert. Die Christen übernahmen diese Zeitspanne als besondere Festzeit bereits im 2. Jahrhundert, vielleicht sogar früher (dass das Osterfest selbst schon in der frühesten Christenheit gefeiert wurde, belegt 1. Kor 5, 7-8). In dieser Zeit der 50 Tage wurde zunächst besonders die Überwindung des Todes, den Christus am Kreuz erlitt, zum Gegenstand der Betrachtung gemacht. Später verlor die Betrachtung des Todes immer mehr an Bedeutung, und die Zeit wurde mehr und mehr zum Fest der Erhöhung Christi, also eigentlich seiner Himmelfahrt, umgewandelt.
Diese Zeit ist in zwei Abschnitte gegliedert. Zunächst befaßt sie sich mit dem Wirken Gottes an uns durch Jesus Christus (bis Jubilate), und dann erfolgt die Antwort der Gemeinde auf dieses Wirken (Kantate und Rogate). Nach 40 Tagen (zur Symbolik der Nummer 40 siehe die Fastenzeit) ereignet sich Christi Himmelfahrt, wonach die Gemeinde in baldiger Erwartung seiner Wiederkunft verharrt. Die liturgische Farbe in der Osterzeit ist Weiß, die Farbe des Lichtes.

Ostern setzt Menschen in Bewegung

Was zu Ostern letztlich genau geschah, entzieht sich unserer Erkenntnis. Das bleibt allein Gott vorbehalten. Nur was sich unzweifelhaft feststellen lässt, ist in diesem Bild trefflich festgehalten: Menschen sind mit einem Mal nach der Niederlage des Kreuzes von einer Freude “gepackt” wie sie wohl niemand erwartet hat. Gott hat Jesus von den Toten auferweckt. Das steht fortan für diesen Ostertag. Und so wie Gott seinen Sohn vom Tode erlöst hat, so soll auch mir seine Liebe und Gnade gelten und auch ich vom Tode durch Jesu Kreuz und Auferstehung befreit sein. Wie das aussieht? Wie das vonstatten geht? Ich weiß es nicht! Und das ist mir eigentlich auch völlig gleich! Mir ist wichtig: Ich bin in Gottes Liebe gehalten und getragen und ich vertraue mit allem, was mich ausmacht, der Liebe Gottes, die stärker ist als der Tod! Das setzt mich in Bewegung, macht mich handeln und lässt mich nicht verzweifeln oder die Hände in den Schoß legen. Ostern ist für mich mein Antriebsmotor. Und deshalb

Ohne Ostern kein Leben!

Von daher Euch allen ein frohes und gesegnetes Osterfest. Gott befohlen und bis zum nächsten Gottesdienst. Ich freue mich, Euch demnächst dort nach den Osterferien begrüßen zu dürfen! — Ja, echt. Nicht nur so daher gesagt. Ich freue mich auf Euch!

Was meint Ihr, was das für eine schöne Sache wäre!!! Im Augenblick haben wir täglich nahezu 200 virtuelle Besucher/innen – wenn die mit einem Male ganz real da wären. — Also, ich zähl auf Euch :-) Bis bald.

Euer Pastor Uwe Klein

Übrigens - arabische Christen sagen zu Gott - Allah!

 

Evangelische Kirche im Rheinland
Evangelische Kirche von Westfalen

  

Gemeinsames Wort zum Zusammenleben der Religionen

Liebe Schwestern, liebe Brüder in unseren Gemeinden und kirchlichen Einrichtungen,

mit Sorge haben wir in den vergangenen Monaten wahrgenommen, dass eine kleine Gruppierung mit dem Namen ‘Pro NRW’ versucht, politischen Einfluss zu gewinnen. Diese Gruppierung schürt gezielt Vorurteile gegen den Islam, macht pauschal die Ausländer für die sozialen Probleme in Städten und Stadtteilen verantwortlich und versucht, sowohl die Integrationspolitik wie auch das kirchliche Engagement für einen Dialog der Religionen als falsch und gefährlich darzustellen. Die Positionen dieser Gruppierung sind mit dem christlichen Glauben nicht vereinbar.

 Die evangelische und die katholische Kirche haben sich in der Vergangenheit immer wieder zu einem respektvollen Umgang mit Fremden und einem gleichberechtigten Leben von Muslimen in unserer Gesellschaft bekannt. Dazu gehört auch das Recht, Moscheen zu errichten. In diesem Zusammenhang ist ein Minarettverbot mit unserem Verständnis von Religionsfreiheit nicht vereinbar.

Durch Aktionen wie die jährliche ‘Interkulturelle Woche’ oder das Projekt ‘Weißt du, wer ich bin?’ engagieren wir uns für ein friedliches Zusammenleben von Einheimischen und Zugewanderten, von Christen und Muslimen. Wir sind vor allem dankbar für die vielen lokalen Projekte, in denen sich christliche Gemeinden und Moscheevereine gemeinsam für Verständigung und Dialog einsetzen und Verantwortung für den Stadtteil übernehmen. Der gemeinsame Einsatz für ein gelingendes Zusammenleben ist das beste Mittel im Kampf gegen Extremismus.

Wie wichtig es ist, dass Gläubige unterschiedlicher Religionen friedlich zusammen leben und vor Diskriminierung und gewaltsamen Übergriffen geschützt werden, wird uns gerade in diesen Tagen deutlich, in denen die Gruppierung ‘Pro NRW’ erneut versucht, eine Kampagne gegen unsere muslimischen Nachbarn zu starten. Die intendierte Vereinnahmung der Christen durch ‘Pro NRW’, die in dem Motto „Abendland in Christenhand“ zum Ausdruck kommt, weisen wir auf das Entschiedenste zurück.

Daher bitten wir Sie, die Gläubigen unserer Gemeinden, unsere Pfarrerinnen und Pfarrer sowie die Mitglieder der Presbyterien und Pfarrgemeinderäte, sich an den von unseren Kirchen vor Ort mitgetragenen Veranstaltungen für ein Zusammenleben mit Muslimen und gegen die Aktionen von ‘Pro NRW’ zu beteiligen und auch weiterhin den Kontakt zu den muslimischen Nachbarn zu suchen und für den gegenseitigen Abbau von Vorurteilen einzutreten.

Aus diesem Anlass erinnern wir an die vielfach geübte Gastfreundschaft, die bei den zahlreichen Einladungen etwa zum gemeinsamen Fastenbrechen zum Ausdruck kommt. Wir rufen Sie, die Gläubigen unserer Gemeinden und Mitglieder unserer Kirchen, dazu auf, diese Gastfreundschaft zu pflegen. Wenn Ihre muslimischen Nachbarn Sie einladen, mit ihnen gemeinsam für ein friedliches Zusammenleben der Religionen zu feiern, dann bitten wir Sie mitzufeiern.

Es ist gut ‘für NRW’, wenn wir unsere Religionen mehr und mehr als Inspiration und Kraftquelle entdecken, die uns zum Engagement für das Wohl aller Menschen drängen.

Für die Evangelische Kirche von Westfalen
Präses Dr. Alfred Buß

Für die Evangelische Kirche im Rheinland
Präses Nikolaus Schneider

Gott segne DichAm kommenden Sonntag ist im Gottesdienst “Tauferinnerung” angesagt. Familien haben im vergangenen Jahr Kinder zur Taufe gebracht. Erwachsene haben sich taufen lassen.

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Am 09. Mai ist Konfirmation!

Am 09. Mai ist Konfirmation!

Am Sonntag Rogate, den 09. Mai 2010,  ist in diesem Jahr Konfirmation.  Zwei Reaktionen gibt es im Regelfall auf ein solches Ereignis. Die eine wird am treffensten mit einem Witz beschrieben:
Da treffen sich drei Pfarrer und stöhnen alle in gleicher Weise über diese erbärmliche Situation der Fledermausplage. Alles ist verdreckt und die Viecher machen nur Ärger. “Ach, sagt der erste Pfarrer, ich habe schon alles versucht. Schreckschuss und Lichtanlage. Völlig ohne Erfolg.”  Der zweite erwidert ebenso resigniert: “Meinst Du, es geht mir besser? Die Mistviecher halten sich bei mir auf dem Kirchendach und finden es einfach herrlich da oben. Ich bekomme sie auch nicht weg.”  Darauf triumphierend der dritte: “Also, ich hab’s geschafft. Ganz einfach sogar. Ich habe sie getauft und konfirmiert und seither nicht mehr gesehen.”
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Die andere Reaktion ist die, dass junge wie alte Menschen tatsächlich ganz bewusst Ja-sagen zum christlichen Glauben. Das ist ermutigend und erfrischend und hat so gar nichts von dem, was in diesem Witz als Klischee rüberkommt. Denn christlicher Glaube ist eine total spannende Sache! Dabei geht es absolut nicht um ein bloßes Fürwahrhalten von Dingen, die man (noch) nicht versteht. Christlicher Glaube ist eine Haltung in der Welt, die sich einmischt – liebevoll, respektvoll und doch dabei gleichzeitig bohrend und hier und da durchaus auch störend. Der christliche Glaube ist alles andere als ein angestaubtes Kleid, sondern eine Haltung, die es einem Menschen ermöglicht, sich in verschiedenen Lebenslagen zu bewähren. Sicher, das wird nicht immer gelingen und Ihr werdet feststellen, dass das Kleid, das Ihr da anhabt, manches Mal zu groß geraten scheint und Ihr den Anforderungen des christlichen Glaubens nicht gerecht werdet. Das kommt vor; ist nur allzu menschlich. Aber in all Euren Lebenslagen dürft Ihr eben auf den vertrauen, der für die Schwächen der Menschen in die Welt gekommen ist und dafür sein Leben gelassen hat – auf Jesus, den Christus, den Messias, den Sohn Gottes.
Schön, dass Ihr zur Kirche kommt

Schön, dass Ihr zur Kirche kommt

Mit Eurer Konfirmation sagt Ihr Ja zu diesem Herrn Jesus Christus. Mit Eurer Konfirmation bekräftigt Ihr ja sozusagen das, was Eure Eltern vor Jahr und Tag am Tage Eurer Taufe mit Euch gemacht haben. So etwa in dem Sinne: “Ja, ich finde es gut, dass mich meine Eltern getauft haben. Ich möchte tatsächlich versuchen, Jesus in meinem Leben Raum zu geben und ihm nachfolgen. Ich möchte bewusst als Christ durch diese Welt gehen. Das heißt “Konfirmation”! Fest machen, stark machen an diesem Herrn und Heiland Jesus Christus.

Die Kirchengemeinde Orsoy möchte Euch auf Eurem Weg ein Zuhause sein. Ihr seid herzlich gerne gesehen! – im Gottesdienst, in der Jugendarbeit, auf den Freizeiten. Als Euer Pastor würde ich mich echt freuen, Euch hier und da wieder zu sehen und von Euch zu hören.
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Ich sage Euch allen ein herzliches Gott befohlen und viel Spaß bei der Vorbereitung des Konfi Gottesdienstes.
Euer Pastor Klein
Für unsere Sünden

Für unsere Sünden

Die Bezeichnung “Fastenzeit” ist der Bezeichnung “Passionszeit” (= Leidenszeit) vorzuziehen, denn eigentlich liegt der Schwerpunkt dieser Zeit nicht auf dem Leiden Jesu, sondern vielmehr auf unserer ganz bewußten Ausrichtung auf das Wirken Gottes mit uns durch Jesus Christus. Die Lesungen der Sonntage der Fastenzeit befassen sich auch nicht so sehr mit dem Leiden Jesu, als vielmehr mit der Reaktion der Menschen auf das Kommen und Wirken Jesu. Erst in der Nacht von Gründonnerstag auf Karfreitag beginnt das eigentliche Leiden Jesu.
Wenn wir im Zusammenhang dieser Zeit, deren Endpunkt das Osterfest ist, von “Fasten” reden, meinen wir damit nicht den radikalen Verzicht auf bestimmte Konsumgüter oder auch Nahrungsmittel. Fasten im biblischen Sinn bedeutet vielmehr, mit den Gaben Gottes und seiner Schöpfung verantwortungsvoll unzugehen und diese maßvoll zu gebrauchen. Dies schließt auch den Umgang der Menschen untereinander mit ein. Fasten bezieht sich dann nicht nur auf einen bestimmten Lebensbereich (z.B. Essen) oder eine bestimmte Zeit (z.B. einen Tag in der Woche), wenngleich dies eine gute Hilfe zu einem verantwortlichen Leben sein kann, sondern auf alle Lebensbereiche. Dabei sollen wir nicht fragen, was das Fasten für uns austrägt, sondern wie wir am sinnvollsten die Verantwortung für die Schöpfung, die uns übertragen ist, wahrnehmen können.
In der Zeit der Alten Kirche wurden die Taufbewerber in der Fastenzeit einen beschwerlichen Bußweg geführt, damit sie frei würden von allen heidnischen Bindungen. Dabei stand das Fasten, der Verzicht auf Nahrung, im Vordergrund. Der Bußweg hatte seinen Höhepunkt in der Feier der Osternacht, in der dann die Bewerber getauft wurden (daher finden wir auch heute in der Liturgie der Osternacht die Möglichkeit, Taufen vorzunehmen oder zumindest das sogenannte “Taufgedächtnis” zu feiern, wodurch wir an unsere Taufe erinnert werden). Auch uns, die wir bereits getauft sind, soll die Fastenzeit daran erinnern, dass wir den Weg des Herrn mitgehen. Dieser Weg führt uns durch Leiden und Tod zum Leben.
Unterbrochen wird die Fastenzeit durch die Feier der Sonntage, die nicht als Fastentage begangen werden können. Denn hier wird der Sieg Jesu über alle finsteren Mächte gefeiert. Daher ist die Dauer der Fastenzeit von alters her ohne die Sonntage gezählt worden, und man kommt so auf ein Dauer von 40 Tagen (Quadragesimae). Diese Zahl erinnert an Mose (er blieb 40 Tage auf dem Berg Sinai – 2. Mose 24, 18), Elia (er wanderte 40 Tage durch die Wüste – 1. Kön 19, 8 ) und Jesus Christus (er fastete 40 Tage, bevor er vom Satan versucht wurde – Mt 4, 1-11).
In der Fastenzeit können -z.B. am Freitag – Passionsandachten gehalten werden, für die die Kirche besondere Texte anbietet. Diese Texte (Continua-Texte = C) bilden fortlaufend einen Zusammenhang und bieten sich daher auch für Bibelkreise an.
Die liturgische Farbe der Fastenzeit ist Violett. Sie ist die Farbe der Buße, des Gebetes und der ernsten Besinnung. Zugleich erinnert sie, da sie dem Purpur entspricht, das zur Zeit Jesu aus pflanzlichen Stoffen gewonnen wurde, an den Purpurmantel, den der Herr zum Spott umgehängt bekam vor seiner Kreuzigung.
Neben dem Halleluja schweigt nun im Gottesdienst auch das Gloria in excelsis deo

Der Name des Sonntags Laetare leitet sich vom Beginn der lateinischen Antiphon ab: “Laetare cum Jerusalem, et exsultate in ea, omnes qui diligitis eam” (Jes 66, 10) Der Sonntag Laetare steht in der Mitte der Fastenzeit und wird deshalb auch “Mittfasten” genannt. Ein anderer Name für diesen Sonntag aufgrund des Evangeliums von der Brotvermehrung ist “Brotsonntag”. In der römischen Kirche wird der Sonntag auch als “Rosensonntag” bezeichnet, weil an ihm der Papst eine goldene Rose weihte, die angesehenen Persönlichkeiten oder Instituten, die sich um die römische Kirche verdient gemacht hatten, verliehen wurde. Dieser Brauch wird heute nicht mehr wahrgenommen.
Deswegen ist es auch befremdlich, dass das neue Evangelische Gottesdienstbuch für den Sonntag Laetare die liturgische Farbe “rosa” vorschlägt, die nur in der römischen Kirche zur Anwendung kam aufgrund dieses Brauches.
Nachdem bisher der Aspekt unserer Schuld gegenüber Gott stärker in den Vordergrund getreten ist, tritt nun am Sonntag Laetare Gottes Handeln an uns in den Vordergrund als Antwort auf unsere Verfehlungen. Dadurch wird der wichtige Aspekt des Evangeliums deutlich, dass wir eben in erster Linie durch Gottes Hilfe frei werden von unseren Verfehlungen, und nicht durch unsere eigenen Werke. Damit gewinnt die Fastenzeit nun einen gewissen fröhlichen Charakter, obgleich wir natürlich weiterhin betrübt sind darüber, dass ein solches Opfer um unseretwillen nötig ist. Dass Gott es aber aus freien Stücken gibt, um uns zu erlösen, ist die große Freude des Evangeliums, das auch in der Fastenzeit uns durchträgt!

“Kindermund tut Wahrheit kund”, so heißt es in einem Sprichwort. In einer Fachtzeitschrift fand ich neulich folgenden Brief eines kleinen Jungen an den ehemaligen Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland abgedruckt:

Pauls Brief an Bischof Huber

Pauls Brief an Bischof Huber

Reformation – der Tag, der an Martin Luther, den berühmten Theologen des 16. Jahrhunderts erinnert und an seine Erkenntnis: allein Jesus Christus – allein die Schrift – allein die Gnade – allein der Glaube. Aber davon kann “unser Paul” natürlich noch nichts wissen und seine Ausgangsbetrachtung ist ja nun auch wirklich richtig. Die Reformation führte tatsächlich zu einer Verminderung von Feiertagen. Aber das hing eben ganz entscheident mit Luthers theologischer Grundposition zusammen und dem Schwerpunkt des viermaligen “allein” – eben eine Konzentration auf das Wesentliche!
Zum heutigen Reformationsabend lade ich herzlich ein: 19.00 Uhr; Evangelische Kirche (mit anschließendem gemütlichen Beisammensein)
Herzlich Ihr Pfarrer Klein

Das ist nun wirklich für alle die, die den biblischen Text im Urtext lesen können, eine spannende Nachricht. Der sogenannte Codex Sinaiticus ist digital im Zusammenhang zu lesen. Vieles ist schon über diesen griechischen Text gemutmaßt worden . Teile des Textes befinden sich in London, dem Sinai, in St.Petersburg und Leipzig. Nun aber ist er digital vereint im Netz zu lesen. Spannend! Wer kann, nur zu :-)

[αβιμελεχ] [ουκ] εγνω 
[τιϲ] [εποιηϲ]εν το 
[πραγμα] [τ]ουτο · 
[ουδε] [ϲυ] [μοι] [α]πηγγει 
[λαϲ] [ουδ]ε εγω 
[ηκουϲα] [αλλ] η̣ ϲη> 
27
[μερον] [και] [ε]λ̣αβ[ε] 
[αβρααμ] [πρ]ο̣βατα 
[και] [μοϲχουϲ] και 
[εδωκεν] [τω] [αβ]ι̣με 
[λεχ] [και] [διεθ]εντο 
[αμφοτερ]οι διαθη 
28
[κην] [και] εϲτηϲε̣ 
[αβραα]μ̣ επτα αμν[α]  
[δαϲ] [των] [προ]β[ατω]ν μο 
Den Text finden Sie hier: Codex Sinaiticus

Lieben Gruß an alle Griechischfreunde
Ihr Pfarrer Uwe Klein

Wir sind auf Mithilfe angewiesen!

Natürlich sind wir online!

Die Evangelische Kirchengemeinde Orsoy hat seit gut drei Jahren eine eigene Präsenz im Internet. www.kirche-orsoy.de ist eine bekannte Internetadresse und zu meiner Feude immer stärker besucht. Seit Juni 2008 haben bis Mai diesen Jahres 26.091 Menschen unsere Kirchenseite im Internet besucht! Pro Tag sind es im Durchschnitt 120 verschiedene Gäste, die uns virtuell besuchen. Das ist der pure Wahnsinn.

Mich freut das ungemein, denn diese Zahlen zeigen mir sehr deutlich, dass das Interesse an unserer Seite ungebrochen ist und sogar stetig zunimmt.

Was meinen Sie, was ich mich freue, wenn aus virtuellen auch reale Besuche werden!

Am Sonntag feiern wir das Pfingstfest; das Fest des Heiligen Geistes. Ja, das wünsche ich mir sehr, dass Gottes Geist in unserer Kirche wehen möchte!  Gottes Geist, der uns Wege des Friedens und  der Verständigung zeigt. Gottes Geist, der unsere Gemeinde wachsen und gedeihen lassen möchte. Gottes Geist, der Menschen mutig macht, zu beten und zu glauben, dass wir in Gottes Hand sicher und geborgen sind – im Leben, im Sterben und darüber hinaus!

Das mich Technik und die Möglichkeiten moderner Kommunikation faszinieren, dürfte allgemein bekannt sein. Aber letztlich ist eines ganz klar: Alles Schielen auf Zahlen und Statistiken bringt überhaupt nichts. Reale Menschen in ganz realen Gottesdiensten, die Gottes Wort hören und ihr Leben danach ausrichten wollen, sind das Ziel eines jeden Pastors. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen ein recht frohes Pfingstfest; dass Sie Gottes Geist erleben und gepackt werden von der frohen Botschaft des Evangeliums. Dass Sie mit Sinnen erleben, dass Ihr Leben gehalten und getragen ist von dem lebendigen Gott, dem Vater unseres Herrn Jesus Christus. Frohe Pfingsten!

Übrigens, am Pfingstmontag ist ein ökumenischer Gottesdienst aller evangelischen und katholischen Gemeinden in Rheinberg auf dem Rathausplatz. Auch dazu herzliche Einladung!

Ihr Pfarrer Uwe Klein

Bild vom Isenheimer Altar
Bild vom Isenheimer Altar

Wenn es ein Bild gegeben hat, das mich von Jugend auf tief beeindruckt hat, dann dieses Bild hier von Matthias Grünewald. Das Bild wagt auszusprechen, was Worte kaum beschreiben können.

Wenn ich gefragt würde, wie ich mir “Himmelfahrt” vorstelle und zwar ganz konkret, käme ich schon ins Stocken. Aber ich bin mir sehr sicher, viele andere ganz genauso. Hier aber hat der Maler mir ein Bild in mein Herz gegeben, dass völlig an der Realität vorbei aufzeigt, was “Himmelfahrt” für ihn und für uns bedeutet.
Himmelfahrt Jesu heißt: Es geschieht etwas völlig außerhalb unserer menschlichen Wahrnehmung. Der Sohn Gottes, eben noch gefoltert, gekreuzigt und verstorben wird auf wunderbare Weise dem Tode entrückt. Und das geschieht für ihn nicht nur so eben nebenher, sondern als überwältigendes Ereignis; heldenhaft ist die Position Jeus vor der leuchtenden Lebenssonne!
Die Wachen am Grab fallen angesichts dieser gewaltigen Erfahrung wie tot um. Wie sollten sie auch damit klar kommen? Gibt es doch keine vergleichbare Situation, von der ein Mensch je berichtet hat.
Ein Bild hat Matthias Grünewald gemalt, ein wunderschönes dazu, aber eben nur ein Bild. Manchmal helfen eben solche Bilder das Unfassbare, das Ungreifbare und Unverständliche in Szene zu setzen. Ich wüsste jedenfalls nicht, wie ich stärker diesen grandiosen Sieg Gottes über den Tod deutlicher darstellen könnte.
Ich lasse mir dieses Bild genügen. Ich lasse mich in Gottes Hand fallen und bin überzeugt: Da bin ich sicher und geborgen. Da kann mich nichts herausholen oder gar fernhalten. Noch nicht einmal der Tod – noch nicht einmal der! Ja, Jesus Christus hat den Tod besiegt. Das zeigt Matthias Grünewald mit dieser imposanten Jesusdarstellung. Übertrieben? Nein, das glaube ich nicht. Denn der Sieg Jesu über den Tod ist das Evangelium schlechthin, die frohe Botschaft Gottes in diese Welt hinein.
Nächste Woche ist Christi Himmelfahrt. Am Donnerstag, den 21.05.2009. Ich lade Sie alle sehr herzlich ein zum Gottesdienst an diesem wichtigen kirchlichen Feiertag. Sie wissen ja: Gottesdienst ist um 10.00 Uhr. Und vielleicht machen Sie sich ja einmal Gedanken, sozusagen in richtiger Vorbereitung auf diesen Gottesdienst – was heißt eigentlich für mich als evangelischen oder auch katholischen Christen, ganz persönlich heute “Christi Himmelfahrt”?! Ich wünsche dazu Gottes Segen und gute Gedanken.
Herzlich Ihr Pfarrer Uwe Klein
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