Der EWK hatte am 4.5.2011 durch Herrn Werner Kehrmann eine interessante Führung durch Rheinberg. Wir erfuhren die Geschichte eines Rheinberger Gelehrten des Amplonius Rating de Berca. Nachdem wir im alten Rathaus ,im jetzigen Hochzeitszimmer, das Gemälde des Amplonius angeschaut hattenund in die Geschichte eingführt wurden führte uns Herr Kehrmann, der im nachgeschneiderten Orginalgewand,
zu der Geburtsstätte und historisch wichtigen Punkten in Rheinberg. Herr Kehrmann hat sich die Mühe gemacht uns nochmals in Kürze das wichtigste zu Papier zu bringen, was wir im Anschluß nachlesen können.

Der EWK mit dem Amplonius
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Amplonius erklärt sein Gewand
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Amplonius Rating de Berca
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Herr Kehrmann hat sich die Mühe gemacht uns nochmals in Kürze das wichtigste zu Papier zu bringen, was wir im Anschluß nachlesen können.
Amplonius Führung in Rheinberg
Amplonius Rating de Berca, ein mittelalterlicher Gelehrter, geb. in Rheinberg, zu der
Zeit Berca genannt, zwischen 1362 / 66, gest. 1435 in Köln.
Rating = sein Familienname, (Geburtsname) heißt: seine Familie kam aus Ratingen
und ist nach Berca gezogen. Die „Ratings“ gehörten vermutlich einer Patrizier Familie
an, d.h. durch Handel (Fisch u.a.) zu Geld, und somit zu Ansehen gekommen. Der
junge Amplonius verbrachte seine „ersten Schuljahre“ in Soest und Osnabrück. Sein
weiterer „Studien Weg“ führte ihn nach Prag, Wien, Köln und Erfurt. 1386 erwarb er
in Prag einen unteren Akademischen Titel (Bakkalaureat), heute würde man das mit
einem Bachelor Studium vergleichen. Es folgte ein Hochschulstudium, das ihm den
Titel „Magister Artium“ (MA) einbrachte, eine Grundvoraussetzung für eine der im
Mittelalter möglichen Studiengänge. Theologie, Medizin und Jura.
Amplonius entschied sich für Medizin, und teilweise auch für die Theologie. Das Fach
Jura wurde von seinem Bruder Petrus abgedeckt. Die Familientradition bei den „
Ratings“ besagte: Durch Kontakte, gezielte Heirat und das richtige Studienfach alles
was in der damaligen mittelalterlichen Welt wichtig war, abzudecken.
Sein Hauptziel war das absolut gezielte sammeln (Kauf, Abschrift) von
mittelalterlichen Büchern, einzelnen Traktaten. Die bisher älteste Schrift in seiner
Sammlung bezieht sich auf einen Prediktext des hl. Augustinus aus dem Jahre 800.
Amplonius ist der einzige Privatgelehrte weltweit, dessen Sammlung fast komplett
erhalten ist. Schon 1510 waren es 1234 Bände. Die Buch Menge war war noch bis
etwa 1550 Europaweit die größte Sammlung, beginnend bei den Schriften der Antike
(Aristoteles u.a.) und vor allen Dingen die später von anerkannten Philosophen u.a.
Gelehrten erstellten Kommentare zu eben diesen Schriften. In Erfurt richtete er das „
Collegium Amploniana“ ein (1412) Eine Stiftung, mit deren Geldmitteln Rheinberger
Schüler in Erfurt ein Hochschulstudium absolvieren konnten.
Nur auf Grund seiner Sammlung kann die Wissenschaft heute ein einigermaßen
komplettes Bild über das „Wissen“ des Mittelalters erstellen.
„Amplonius de Berca“ wird deshalb auch der „vergessene Gelehrte“ genannt.

Die Geburtsstätte des Amplonius
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Amplonius berichtet aus der alten Zeit
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Die alte Kellnerei
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Modell der Festungsanlage Rheinberg
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Die Rheinberger Kirchen
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Überreste des alten Pulverturms in Rheinberg
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Rheinberg bei Nacht
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Diese Führung hat uns sehr gut gefallen, sie war sehr informativ und kurzweilig. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an das Tourismusbüro Rheinberg – Barbara Gumpert, Telefon: 02843 / 171 114.
Rüdiger Schymura